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| (Bild aus meinem persönlichen Archiv) |
Seit 8 Monate bin ich in Deutschland. Mittlerweile hat mein Deutsch viel verbessert.
Als ich hier kam, konnte ich nur zwei Bier bitten und fragen, wo der Bahnhof war – doch würde ich die Antwort nicht verstehen. Natürlich.
Ich wusste auch ein bisschen Grammatik, das ist aber nutzlos, wenn du die Sprache nicht übst und nicht sprechen kannst.
Also 8 Monate später fühle ich mich viel selbstsicherer. Doch kann ich jetzt schon verstehen, wo der Bahnhof ist. Ich kann sogar mit dem Bahn fahren, trotz der Tatsache, dass die Fahrkartenautomaten in solche Weise gebaut sind, dass niemand eine Fahrkarte kaufen können sollte.
Viele Sachen sind mir bereits passiert.
Ich musste viele praktische Dinge von dem Alltag lösen, wie z.B. zu Arbeitsagentur zu gehen, mit der Krankenversicherung behandeln, zum Arzt zu gehen, usw.
Ich war auch schon in vielen Vorstellungsgesprächen. Man könnte es denken, dass das sehr erschreckend wäre. Nein, das war im Vergleich zu anderen Sachen überraschenderweise sehr leise. Ich finde es sogar, dass in dieser Situationen ich mein bestes Deutsch sprechen konnte .
Also, was bleibt immer noch schrecklich? In die Bäckerei zu gehen.
So viele Monate später und in die Bäckerei zu gehen, ist es immer noch ein Albtraum.
Ich finde es, dass die Leute, die in der Bäckerei arbeiten, bekommen eine Schulung: „Wie können wir die Ausländer erschrecken und viel darüber lachen“.
Ich muss mich vorbereiten, um die Bäckerei zu gehen. Trotzdem gehe ich immer aus, ohne zufrieden zu sein.
Ich gehe da und das erste Problem ist immer so: „der, die oder das?“. Na klar weiß ich schon, seit ewige Zeit, dass die Artikel für „Brot“ das ist. Kein Problem, oder? Falsch!
Nicht alles in einer Bäckerei sind Brote. Ich esse sehr gerne z.B. „Butterstreusel“. Da „Streusel“ maskulin ist, ist der Artikel in diesem Fall „der“, der in „den“ werden wird, wenn ich „ich hätte gerne … „ sage.
Das ist aber das einzige Problem nicht. Falls du aufmerksam bist und verstehen kannst, was die andere Person sagt, kannst du dieses Problem in der Zukunft vermeiden. Zumindest in Bezug auf deines Lieblingsessen.
Du sprichst aber nicht allein. Da liegt das Problem. Du hast schon wahrscheinlich gedeutet auf was, was do wolltest und jetzt kommt die beängstigende Frage:
„ … blablabla dazu?“
„Wie bitte?“
„ … blablabla dazu?“
*** Tiefe Atmung ***
Durch die Körpersprache und den Zusammenhang kannst du verstehen, dass die Person dich vermutlich fragt, ob du sonst etwas wünscht. Aber … die Frage? Die Wörter? Nee! Das ist ganz unmöglich zu verstehen.
An diesem Punkt schämst du dich schon so viel, dass du es sicherlich sagen wirst: „Nein, danke, das ist alles“.
Vielleicht wolltest du sonst etwas. Vielleicht würdest du die ganze Bäckerei kaufen. Aber ja … du bist schon müde und lässt das zum nächsten Mal …
Während du in die Straße aufgehst, falls du das Gesicht des Mitarbeiters nachschaust, kannst du dieses Grinsen bemerken.
Du schaust die Person direkt in die Augen und lächelst, als hättest du alles verstanden und gehst weiter mit der Hoffnung, dass in dem nächsten Mal du alles verstehen wirst.
Das stimmt nicht. Leider. Ich weiß es, der Mitarbeiter weiß es und du auch, oder?

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